Grundlagen – Teil 2: Meditation-Tipps

Meditation-TippsIm zweiten Teil meiner Meditationsanleitung gebe ich dir ein paar allgemeine Einsteiger-Tipps mit auf den Weg. Mein Ratschlag lautet, probiere alles einmal aus und behalte bei, was für dich gut funktioniert, den Rest lässt du einfach wieder sein.

Die Meditationstipps helfen dir in eine gewisse Routine zu finden, sodass du von Anfang an voll durchstarten kannst. Ich zeige dir, wie du gewisse Hilfsmittel und Rahmenbedingungen für dich nutzen kannst, um dir die Meditation nicht unnötig zu erschweren. Los geht’s!

 

Zeit und Ort der Meditation

Um in eine gewisse Meditationsroutine zu kommen, ist es vorteilhaft, immer zur gleichen Zeit und am gleichen Ort zu meditieren.

Dein Körper und dein Geist befinden sich automatisch im Meditationsmodus, wenn du deinen speziellen Meditationsort aufsuchst. Schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und die Gewohnheiten gehen schnell in Fleisch und Blut über.

Du kannst dir auch eine gemütliche Meditationsecke einrichten, wo du alles stehen und liegen lassen kannst und dir so deinen ganz persönlichen Ruheraum erschaffen.

Der Raum sollte hell und gut durchlüftet sein, dann ist die Gefahr einzuschlafen geringer und du kannst dich besser konzentrieren. Sonst brauchst du nur noch eine bequeme Unterlage, am besten nimmst du eine Yogamatte, sowie angenehme und locker sitzende Kleidung.

Wenn dir das längere Sitzen Probleme bereitet, kannst du ein Polster oder einen Meditationshocker verwenden. Du kannst auch Räucherstäbchen oder Kerzen anzünden, es ist alles erlaubt, was dir hilft zu entspannen und abzuschalten.

 

Nimm dir gezielt Zeit für die Meditation und schalte alle Störquellen aus. Schau, dass du nicht unterbrochen wirst und keinen Zeitdruck hast!

 

Für den Morgen sind vor allem belebende und wachmachende Meditationen geeignet, zum Beispiel:

Am Abend kannst du Meditationen zum Entspannen und Loslassen verwenden, zum Beispiel:

Baue zusätzlich ein paar Mini-Meditationen in deinen Alltag ein. Ich verwende hierzu gerne eine kurze Version der Vollatmung oder die Geh-Meditation. Hier kannst du deine eigenen Rituale entwickeln.

Ein paar Vorschläge:

  • Mach eine Geh-Meditation auf dem Weg zum Bus
  • Geh in der Mittagspause an die frische Luft und nimm ein paar tiefe Atemzüge
  • Überlege dir am Abend für was du an diesem Tag besonders dankbar bist
  • Versuche während einzelnen Aktivitäten gleichzeitig deinen Atem bewusst wahrzunehmen
  • Atme bewusst und zähle deine Atemzüge um Nervosität abzubauen

Begleitende Musik und Meditationsanleitungen

Du kannst jede Meditation mit einer sanften, entspannenden Musik kombinieren. Diese sollte aber nicht im Vordergrund stehen, sonst lenkt sie zu sehr ab.

Manche Meditationen, wie die aktiven Osho Meditationen, profitieren stark von der musikalischen Begleitung. Bei dieser Form der Meditation ist die Musik ein wichtiges Element und fördert die Entspannung oder sorgt für mehr Energie, somit kannst du sie hier auch lauter stellen.

Am Anfang sind gesprochene Anleitungen von Meditations-CDs sehr hilfreich. Sie haben den Vorteil, dass du gedanklich nicht so weit abschweifen kannst und immer wieder zur Übung zurückgeholt wirst. Wenn du dann den Meditationsablauf besser kennst, kannst du die Anleitungen auch weglassen.

 

Meditieren in der Gruppe

Ob man lieber in der Gruppe gemeinsam mit anderen Menschen meditiert oder alleine ist individuell unterschiedlich. Wenn du gerade erst mit dem Meditieren beginnst, ist es sicher hilfreich einen Kurs zu besuchen oder mit Leuten zu meditieren, die schon ein bisschen Erfahrung gesammelt haben. Es ist jedoch kein Muss, du kannst auch ganz für dich allein meditieren.

Die Vorteile in der Gruppe liegen darin, dass die Abläufe genau erklärt werden, du kannst Fragen stellen, wenn du dir unsicher bist und du hast durch die fixen Termine auch einen verstärkten Anreiz zu meditieren. Zwischen den Kursterminen kannst du alleine für dich weiterüben. Schau dir dazu auch den Artikel zu den Retreats an.

Die größte Wirkung erzielt die Meditation dann, wenn du sie regelmäßig, am besten täglich, praktizierst. Am Anfang genügen schon 5 Minuten am Tag, steigere dich dann langsam, ganz in deinem Tempo.

Natürlich gehört hier auch ein bisschen Disziplin dazu, sei aber nicht zu hart mit dir selbst, wenn du mal einen Tag nicht übst. Meditation bedeutet nämlich auch, sanft und achtsam mit sich selbst umzugehen.

 

Besser du meditierst täglich 5 Minuten anstatt alle 4 Tage 20 Minuten!

  

Zusammenfassung

Wie du siehst, ist Meditation etwas sehr Individuelles. Was für mich funktioniert, muss nicht gleichzeitig für dich funktionieren. Meine Meditationstipps richten sich vor allem an Anfänger und Neueinsteiger.

Wenn du eine gewisse Meditationserfahrung gesammelt hast, kannst du die Herausforderung steigern, indem du an ungewohnten Orten meditierst und so gezielt aus der Routine ausbrichst, die Dauer der Übungen verlängerst, oder die Meditation gezielt in den Alltag einbaust.

 

Meditation ist nichts Kompliziertes, du brauchst einfach nur Zeit und Lust zum Üben!

 

Eine Meditationsroutine kann anfangs sehr hilfreich sein, um Körper und Geist schneller in die Entspannung zu bringen.

Wenn es dir schwer fällt, jeden Tag zu meditieren, dann verurteile dich nicht dafür und suche dir einen Kurs in deiner Nähe, um so erste Erfahrungen zu sammeln oder beginne mit kleinen 5-Minuten-Einheiten. Auch geführte Anleitungen können eine Hilfe sein, sie führen dich wie an einem roten Faden durch die Meditation.

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